EU-Projekt zum Thema Menschenhandel und Arbeitsausbeutung

Veröffentlicht: .

In den nächsten 20 Monaten wird das Fraueninformationszentrum FIZ in einem internationalen EU-Projekt zum Thema Menschenhandel und Arbeitsausbeutung mitarbeiten. Unsere Partnerorganisationen kommen aus Rumänien, Griechenland, Bulgarien und Italien.

Im September 2018 startete für einen Zeitraum von 20 Monaten ein EU-Projekt, bei dem ein Netzwerk aus Organisationen, die sich gegen Menschenhandel einsetzen, und Unternehmen aus der Wirtschaft zusammen arbeiten im Kampf gegen Menschenhandelsketten (NET - COMBAT - THB - CHAIN).

Im länderübergreifenden Projekt sind folgende Organisationen beteiligt: Die rumänische Organsiation organization Association Pro Refugium als Koordinator in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Center for the Study of Democracy, dem Centre for European Constitutional Law in Griechenland, der italienischen Organsation Coalition for Civil Liberties and Rights sowie dem Verein für Internationale Jugendarbeit e.V. (Landesverein Württemberg) in Deutschland.

Das Projekt geht davon aus, dass Menschenhandel in Wirtschaftsunternehmen weltweit auftritt, ungeachtet der Region. Die Komplexität von Menschenhandelsketten kann zur Folge haben, dass seriöse Unternehmen unwissentlich und unbeabsichtigt Menschenhandel unterstützen und somit daran beteiligt sind, dass die Nachfrage im Menschenhandel weiter angetrieben wird. Das Unvermögen, Menschenhandel sowie die Verletzung von Menschenrechten aufzuspüren und zu thematisieren, kann signifikante negative Auswirkungen nach sich ziehen. Umgekehrt können Wirtschaftsunternehmen in Zusammenarbeit mit Organisationen, die gegen Menschenhandel arbeiten und Betroffene unterstützen, eine wichtige Rolle in der Bekämpfung von Menschenhandel spielen.

Im Projekt sind folgende Aktivitäten geplant:
Austausch von Expertinnen und Experten, Runde Tische sowie Konferenzen in allen Ländern der Projekt-Partnerorganisationen. Es wird eine gemeinsame internationale Studie erarbeitet, in der die Zusammenhänge zwischen Menschenhandel und den Wirtschaftszweigen dargestellt werden, in denen potentiell Menschenhandel in der Liefer- und Aufgabenkette auftritt. Außerdem wird eine Handreichung entwickelt, die aufzeigt, wie Unternehmen in Kooperation mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen eine aktive Rolle in der Bekämpfung von Menschenhandel spielen können.
Ergänzend wird es in den Netzwerken der sozialen Medien eine Onlinekampagne geben, die sich an die Öffentlichkeit richtet.

Diesen Newsletter als PDF-Datei herunterladen