FairStart – interkulturelle Gründungsberatung und Geschäftsentwicklung

Haben Sie eine Geschäftsidee und möchten mit Ihrer Selbstständigkeit starten? FairStart berät und unterstützt Sie auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

FairStart berät und unterstützt Sie auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit, von der ersten Prüfung Ihrer Geschäftsidee bis zu deren Realisierung.

FairStart betrachtet auch die interkulturelle Komponente Ihrer Geschäftsidee.

FairStart gibt Ihnen alle wichtigen Informationen, die Sie für den Start in die Selbstständigkeit benötigen.

Das Dienstleistungsangebot FairStart – interkulturelle Gründungsberatung und Geschäftsentwicklung wird von einer erfahrenen Beraterin durchgeführt, welche über gezieltes Einzelcoaching Sie dabei unterstützt, an Ihr Ziel zu gelangen. Das Coaching können Sie in Deutsch, Englisch oder Türkisch erhalten.

 

Teilnahmevoraussetzung und Finanzierung:

Sie erhalten die AVGS-Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins für Beratungsangebote
nach § 45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 SGB III beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit.

Ein privat finanziertes Coaching ist ebenfalls möglich.

Inhalt und Beratungsablauf

Die Beratung orientiert sich an bestimmten Beratungsbausteinen, welche unten detailliert aufgelistet sind. 

 

Orientierung: 3 Beratungsstunden
  • Beratung zur Geschäftsidee
  • Situationsanalyse, Kurzgutachten
  • Zukunftsprognosen
  • Abgleich der Geschäftsidee mit der Gründungspersönlichkeit
  • Qualifikations- und Kompetenzfeststellung
Konzeption: 15 Beratungsstunden
  • Businessplan erstellen
Umsetzung: 12 Beratungsstunden
  • Beratungsangebot zu allen Fragen nach Gründung
  • Gewerbeanmeldung, Anforderungen bei Behörden, Finanzamt und Kammern
  • Klärung von Betriebs- und Geschäftsausstattung
  • Versicherungen für das Unternehmen zur Risikovorsorge
  • Finanzierungsanfragen und Informationen zu Förderprogrammen
  • Fachberatung zu Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Social Media
  • Klärung der persönlichen und familiären Absicherung
Weitere Themen
  • Markt-, Wettbewerbs- und Standortanalyse
  • Marketingkonzept
  • Situationsgerechte Analyse von Risiken und Gefahren
  • Bankgespräche vorbereiten
  • Klärung der Rechtsform
  • Tragfähigkeitsprüfung

Businessplan

Wenn Sie sich beruflich selbstständig machen wollen, hilft Ihnen dabei ein Businessplan bzw. Geschäftskonzept. Bei der Ausarbeitung stellen Sie  fest, ob zum Beispiel Ihre fachlichen und unternehmerischen Kenntnisse für eine Selbstständigkeit ausreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Software entwickeln und verkaufen, ein Restaurant eröffnen oder sich als Künstler selbstständig machen möchten. Ein Businessplan gehört zu jeder Gründungsvorbereitung!

Die folgende Übersicht enthält Fragen, die Sie auf jeden Fall in Ihrem Businessplan beantworten sollten. Es handelt sich hier allerdings nur um eine eingeschränkte Auswahl. Denn je nach Branche und Größe des geplanten Unternehmens gibt es noch eine Reihe anderer Fragen zu klären. Die Berater*innen bei FairStart sagen Ihnen, auf welche Fragen es bei Ihrer Gründung ankommt, z.B.:

 

Unternehmer/in
  • Welche fachlichen Qualifikationen bringen Sie für Ihre Selbstständigkeit mit?
  • Sind Sie persönlich für eine berufliche Selbstständigkeit geeignet? (Risikobewusstsein, Durchhaltevermögen usw.)
Produkt/Dienstleistung
  • Welches Produkt / welche Leistung wollen Sie herstellen bzw. verkaufen?
  • Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?
  • Auf welcher Grundlage kalkulieren Sie den Preis / das Honorar?
Kunden
  • Wer sind Ihre Kunden und wo befinden Sie sich?
  • Welche Bedürfnisse und Probleme haben Ihre Kunden?
  • Welcher kurzfristige (1-3 Jahre) und langfristige Umsatz (4-7 Jahre) ist damit verbunden?

Umsatz = die Menge Ihrer verkauften Produkte / Dienstleistungen x Verkaufspreis

 

Private Versicherungen
  • Dazu zählen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Maßnahmen zur Altersvorsorge, aber auch eine Arbeitslosenversicherung.
Konkurrenz bzw. Mitbewerber/innen
  • Wer sind Ihre Konkurrenten?
  • Was kosten die Produkte Ihrer Konkurrenz?
  • Welches sind die größten Stärken und Schwächen Ihrer Mitbewerber/innen?
  • Was können Sie diesen entgegensetzen?
Standort
  • An welchem Standort und auf welche Weise bieten Sie Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung an (Direktverkauf, Internet, Vertriebspartner/innen)?

Standort = Der Ort, wo sich Ihr Unternehmen befindet

Betriebliche Versicherungen
  • Hierunter fallen die betriebliche Haftpflichtversicherung, Einbruch-Diebstahl-Versicherung und je nach Branche und Unternehmensgröße weitere Versicherungen wie z.B. Gebäude-, Glas und Transportversicherung. 
  • Betriebliche Versicherungen können steuerlich geltend gemacht werden.

Finanzplanung

In Ihrem Finanzplan berechnen Sie, wie hoch Ihr Kapitalbedarf ist und wie Sie ihn finanzieren. Darüber hinaus stellen Sie fest, ob sich Ihr Vorhaben lohnt. Die erforderlichen Unterlagen sollten Sie gemeinsam mit Ihrem/r Berater/in vorbereiten:

Kapitalbedarfsplanung
  • Persönlicher Kapitalbedarfsplan: Wie hoch sind Ihre laufenden persönlichen
  • Kosten (Lebensunterhalt, Versicherungen, Miete usw.)?
  • Kapitalbedarfsplan für Ihre Unternehmensgründung (Werkzeug, PC, Software, erster Warenbestand, Mietkaution usw.)?
  • Kapitalbedarf für den laufenden Betrieb: Wie hoch sind die laufenden Kosten für Ihr Unternehmen (Waren, Betriebsmittel, betriebliche Versicherung, Miete, Telekommunikation, Personal usw.)?

 

  • Eigenkapital: Wie hoch ist Ihr Eigenkapital? 

Eigenkapital = Ihr eigenes Geld.

  • Fremdkapital: benötigen Sie Fremdkapital, wenn ja: wie hoch wird der Bedarf sein? 

Fremdkapital = Darlehen, die Sie über Ihre Bank oder andere Geldgeber (z.B. Lieferantenkredite, Familie) in Anspruch nehmen.

  • Sicherheiten: Welche Sicherheiten können Sie für Kredite einsetzen?

Sicherheiten = z.B. Lebensversicherungen,Sparbücher, Autos, Maschinen, die Sie der Bank als "Pfand" zusichern für den Fall, dass Sie Ihren Kredit nicht zurückzahlen können.

  • Förderprogramme: Welche öffentlichen Förderprogramme könnten für Sie in Frage kommen?
Rentabilitätsvorschau
  • Deckt Ihr voraussichtlicher Umsatz Ihre betrieblichen Kosten ab?
  • Können Sie mit dem voraussichtlichen Gewinn Ihre persönlichen Lebenshaltungskosten finanzieren?
Liquiditätsplan
  • Wie hoch sind Ihre voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben (einschließlich der Kredittilgung) und wie viel Geld steht Ihnen z.B. im nächsten Monat zur Verfügung?

Einblick in die FairStart Beratung

Der Traum des Zucchini - Bauers

Herr A. aus Syrien kommt mit einer ganz besonderen Idee in die FairStart-Beratung: Er will die syrische Zucchini in Deutschland anpflanzen. Der Kunde war bereits in Syrien in der Landwirtschaft tätig. Seit einem Giftgasangriff hat er eine körperliche Behinderung und ist schwer traumatisiert. Dennoch bringt ihn nichts von seinem Vorhaben ab, die syrische Zucchini auf den hiesigen Märkten einzuführen und mit diesem Angebot vor allem arabische Kund*innen anzusprechen. Wir erstellen mit Unterstützung einer Dolmetscherin ein Unternehmenskonzept. Die Geschäftsidee wird gründlich geprüft und die Finanzierung des Vorhabens dabei besonders ins Blickfeld genommen. Ein Darlehen vom Jobcenter, das an Gründungswillige, die ein tragfähiges Konzept vorweisen können, vergeben wird, könnte die Lösung sein. Herr A. bekommt Unterstützung von einer Stuttgarter Gärtnerei, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Für den Kauf von besonders fruchtbarer Erde, Dünger und Samen, benötigt er jedoch das Darlehen des Jobcenters. Noch ist das Vorhaben nicht abgeschlossen. Deshalb können wir Ihnen den Geheimtipp, wo die berühmte syrische Zucchini, die besser als alle anderen schmecken soll, zu kaufen ist, leider noch nicht geben

Haben Sie eine Beschwerde an FairStart oder möchten Sie uns Rückmeldung geben?

Dann wenden Sie sich an baykal@vij-wuerttemberg.de 

Über das weitere Vorgehen werden Sie dann von uns informiert.

 

 

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