Beratung für Menschen, die vom Menschenhandel betroffen sind

Haben Sie Menschenhandel erlebt?
Sind Sie durch Menschenhandel nach Deutschland gekommen?
Werden Sie sexuell ausgebeutet?
Werden Sie gezwungen als Prostituierte zu arbeiten?
Tut Ihnen jemand weh? Schlägt Sie jemand?
Werden Sie gezwungen, Dinge zu tun, die Sie nicht wollen?
Brauchen Sie Hilfe?

Dann wenden Sie sich bitte an uns.
Wir möchten Ihnen helfen und Sie unterstützen.

Was ist Menschenhandel?

Beim Menschenhandel macht jemand einer Frau oder einem Mann falsche Versprechungen. Die Person zwingt die Frau oder den Mann dazu, eine bestimmte Arbeit zu tun. Die Arbeit kann auch Prostitution sein.

Beim Menschenhandel täuscht man die Menschen. Sie erleben Gewalt, zum Beispiel schlägt man sie. Man zwingt sie, bestimmte Dinge zu tun. Sie haben keine andere Wahl.

Die betroffenen Personen müssen:

  • sich prostituieren. Sie werden zum Sex mit anderen gezwungen. Das nennt man Zwangs-Prostitution. Sie bekommen dafür kein oder nur ganz wenig Geld.

  • für andere arbeiten. Sie müssen viele Stunden schwer arbeiten und bekommen kein oder nur sehr wenig Geld dafür.
    Das nennt man Zwangs-Arbeit.

Wen beraten wir im Frauen-Informations-Zentrum?

Wir beraten zum Thema Menschenhandel mit sexueller Ausbeutung und mit  Zwangs-Prostitution und zu Menschenhandel mit Zwangs-Arbeit.

Wir beraten

  • alle Menschen, die von Menschenhandel betroffen sind.

  • ihre Familien-Angehörigen,
    zum Beispiel Eltern und Geschwister.

  • ihre Freundinnen und Freunde.

  • Frauen und Männer.

  • alle Menschen, egal welche Religion sie haben.

  • alle Menschen,
    egal aus welchem Land sie kommen und welche Nationalität sie haben.
    Zum Beispiel Menschen aus Deutschland, aus einem EU-Land, aus Afrika…

    Wir beraten auch Menschen, wenn sie keine Papiere oder keinen
    Aufenthalts-Titel haben.

  • zum Thema Menschenhandel mit sexueller Ausbeutung und zu Prostitution und zu Menschenhandel mit Zwangs-Arbeit.

Wir beraten auch Personen, die man mit der „Loverboy-Methode“ getäuscht hat. Bei Loverboys handelt es sich um Männer, die Mädchen und junge Frauen täuschen. Sie spielen ihnen die große Liebe vor, machen sie psychisch abhängig und binden sie an sich. Dann zwingen sie die Mädchen zur Prostitution.

 

Hier können Sie Beispiele sehen:

Fallbeispiel Loverboy: Jasmins Geschichte https://www.youtube.com/watch?v=dZ3WDZS4jP8

Fallbeispiel Menschenhandel: Esosas Geschichte https://youtu.be/OiWalkzceZ4

Wie beraten wir Sie?

  • Wir beraten Sie kostenlos.

  • Wir beraten auch anonym,
    das heißt: Sie müssen uns Ihren Namen nicht nennen.
    Sie können zu uns ins Frauen-Informations-Zentrum kommen. Sie können uns auch anrufen. Telefon: 0711 23941-24.

  • Wenn Sie wollen, bringen wir Sie in eine sichere Wohnung.
    Das ist zum Beispiel ein Frauenhaus.

  • Wir helfen Ihnen in Ihrem Alltag.

  • Wir helfen Ihnen dabei, Geld zu bekommen.
    Wir stellen gemeinsam mit Ihnen Anträge bei Ämtern und Behörden.

  • Wir unterstützen Sie bei Ihrem Asylverfahren.
    Wir helfen Ihnen, auch wenn Sie keine Aufenthalts-Berechtigung
    in Deutschland haben oder wenn Sie keine Papiere haben.

  • Wir begleiten Sie.
    Wir gehen mit Ihnen zur Polizei, zum Gericht und zu Behörden und Ämter.

  • Wir suchen für Sie einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin.

  • Wir hören Ihnen zu.
    Wir versuchen gemeinsam, eine gute Zukunft für ihr Leben zu finden.

  • Wenn Sie wollen, helfen wir Ihnen in Ihr Heimatland zurückzugehen.

  • Wir sprechen verschiedene Sprachen:
    Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Rumänisch, Spanisch, Thailändisch und Tigrinya.
    Für alle anderen Sprachen haben wir Dolmetscherinnen.

 
Weitere Hilfen und Informationen...

Für Betroffene von Menschenhandel und für Frauen in der Prostitution, besonders im Fall von Gewalt oder Ausbeutung

Andere Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Baden-Württemberg:

Weitere Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel deutschlandweit:

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